Lasersintern

Lasersintern

Das Lasersintern ist ein additives Schichtbauverfahren, bei dem mithilfe eines Laserstrahls ein pulverförmiger Werkstoff an definierten Stellen selektiv verschmolzen und somit verbunden wird, wodurch Schicht für Schicht ein Bauteil im Pulverbett aufgebaut wird. Im Gegensatz zum artverwandten Laserstrahlschmelzen werden die Pulverpartikel nur partiell aufgeschmolzen. Das Pulverbett wird durch ein Heizsystem auf eine Temperatur knapp unterhalb des Schmelzpunktes des Werkstoffs aufgeheizt, wodurch der Laser weniger Leistung einbringen muss, als wenn ohne Vorheizung gearbeitet würde. Das Verfahren ist besonders wirtschaftlich, da wegen des stabilen Pulverbetts keine Stützstrukturen benötigt werden, was den Entpackaufwand der Produkte reduziert. Weiterhin können die Bauteile frei im Bauraum platziert werden, was eine besonders effiziente Nutzung des zur Verfügung stehenden Bauvolumens ermöglicht

Das am Institut eingesetzte, kompakte Lasersinter-System EOS FORMIGA P 100 ermöglicht die Herstellung von Kunststoffprodukten aus Polyamid und Polyamid- basierten Werkstoffen innerhalb weniger Stunden. In einem Bauraum von 200 mm x 250 mm x 330 mm können Kleinserien und individualisierte Produkte mit komplexen Geometrien wirtschaftlich umgesetzt werden.

Stichpunkte:

  • Laserleistung: 30 W
  • Eigener Stickstoffgenerator
  • Verarbeitbare Materialien: Polyamid, Polyamid-basierte Werkstoffe
  • Bauraumgröße: 200 mm x 250 mm x 330 mm
  • Verwendete Schichtdicke: 0,1 mm
  • Typische Durchlaufzeit: 24 Stunden
  • Keine Support-Strukturen benötigt