3-D-Drucken

Testachse für den 3-D-Druck am iwb

Abbildung 1: Teststand für den 3-D-Druck im AMLab

Der pulverbettbasierte 3-D-Druck ist ein additives Fertigungsverfahren, bei welchem ein flüssiger Binder mittels eines Tintenstrahldruckkopfs selektiv auf eine Pulverschicht geduckt wird. Der Binder reagiert chemisch mit dem Pulver und verfestigt dieses. In einem iterativen Zyklus, bestehend aus dem Auflegen einer dünnen Pulverschicht und dem selektiven Bedrucken, werden die Bauteile sukzessive aufgebaut.

Für die Forschung am AMLab wird ein Teststand verwendet, der nahezu frei modifizierbar ist. Mit einem Bauraum von 110 x 250 x 95 mm³ und einem Spectra-Druckkopf mit 128 Düsen ist die Anlage prädestiniert für Untersuchungen im Labormaßstab. Die Erweiterbarkeit um einen zweiten Druckkopf sowie ein integriertes Disperser-System ermöglichen die Multimaterialverarbeitung. Darüber hinaus wurde die Anlage um ein Aussaugmodul und ein Pick & Place System erweitert, um technische Komponenten während des Prozesses automatisiert in die Bauteile zu integrieren. Der Fokus aktueller Forschungsarbeiten liegt auf der Material- und Prozessentwicklung sowie der Multimaterialverarbeitung.

  • Großes Spektrum an potenziell einsetzbaren Materialien
  • Hohe Wirtschaftlichkeit durch vergleichsweise kurze Schichtzeiten und günstige Anlagentechnik 
  • Sehr große Anlagen realisierbar (aktuell bis 4 x 2 x 1 m³)
  • Kontinuierliches Druckverfahren möglich
  • Multimaterialverarbeitung und farbige Bauteilgestaltung möglich