Elektronenstrahlschmelzen

Elektronenstrahlschmelzen

Abbildung 1: Elektronenstrahlschmelzsystem basierend auf der Elektronenstrahlschweißanlage K6 der Firma pro-beam

Das Elektronenstrahlschmelzen ist ein additives Schichtbauverfahren, bei dem mithilfe eines Elektronenstrahls ein pulverförmiger Werkstoff an definierten Stellen selektiv verschmolzen und somit verbunden wird, wodurch Schicht für Schicht ein Bauteil im Pulverbett aufgebaut wird.

Im Gegensatz zum artverwandten Laserstrahlschmelzen findet der Prozess nicht unter Schutzgas sondern im Hochvakuum statt. Die Elektronen werden aus einer glühenden Kathode emittiert und durch eine anliegende Hochspannung auf eine Geschwindigkeit, die bis zu 2/3 der Lichtgeschwindigkeit beträgt, beschleunigt. Durch magnetische Spulen kann der Strahl geformt und abgelenkt werden, so dass die Leistung gezielt auf das Pulverbett aufgebracht werden kann.

Das am Institut eingesetzte Elektronenstrahlschmelzsystem basiert auf der Elektronenstrahlschweißanlage K6 der Firma pro-beam, welche um eine Bauplattform und ein Beschichtersystem zur Aufbringung der Pulverschichten ergänzt wurde.

  • Strahlleistung: max. 10 kW
  • Arbeitet im Hochvakuum
  • Sehr hohe Ablenkgeschwindigkeiten
  • Quasi-Multibeam-Technnologie